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Teufelsburg

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Im Westen wird das Saarlouiser Becken begrenzt vom langgestreckten Bogen der Gau- hochfläche, die sich mit dem Beruser Berg, Sauberg, Schloßberg, Humburg, Hansenberg und dem Limberg als Berg- Vorsprünge in das Saarlouiser Becken hineinschieben. Der Hansenberg bei Wallerfangen und der Schloßberg bei Felsberg waren durch die Geschichte ihrer Burgen mit dem Namen Felsberg eng verbunden. Beide Burgen geben mangels Pläne und schriftlichen Lücken. immer noch Rätsel auf.
BURG ALTFELSBERG, vermutlich auf dem Hansenberg gestanden. wurde erstmals am 18.10.1179 erwähnt.
Die TEUFELSBURG wurde als Kampfburg mit aller damals zur Verfiigung stehenden Kriegs und Verteidigungskunst in zwei Burganlagen gebaut. Der obere Burgteil (noch nicht freigelegt) hatte Überwachungs- und Verteidigungsaufgaben zur Ebene hin. während der untere Burgteil diese Aufgaben zum Tal hin übernahm. Als Baufundament diente der darunter liegende Fels.
Die letzte urkundliche Erwähnung ist 1699, vermutliche Teilzerstörung; 1590 im Französisch-Lothringischem Krieg, und 1651 durch Marschall La Ferte, nachdem die Franzosen 1676 an der Konzer Brücke mit Marschall Crequy, gegen die Reichstruppen eine Niederlage erlitten hatten und die Franzosen sich langsam zurück zogen. ordnete Kriegsminister Louvois die Schleifung aller Befestigungen entlang der Saar an. Der Beauftragte Marschall Conde' kam dieser Anordnung nur zögernd nach. so daß gegenüber anderen Burgen die Zerstörung der Burg Neufelsberg / Teufelsburg nicht bezeugt wurde.
Die Burganlage war bereits seit 1612 nicht mehr bewohnt, die Junker von Felsberg lebten in Berus. Das Gemäuer war somit schon vor der französischen Anordnung einer Schleifung dem Verfall preis gegeben. Die Jahrhunderte bedeckten, was dem Steinraub mancher Bauherren entging. Und es war dann natürlich recht mühsam, die Ruine dem Vergessen zu entreissen, als Mitte der sechziger Jahre im vorigen Jahrhundert mit den Ausgrabungen begonnen wurde. Man machte sichtbar, was man gemäß spärlicher Aufzeichnungen vermutete. Heute ist die Teufelsburgruine eine touristische Attraktion, wozu die unterhaltsamen Veranstaltungen der Spielgemeinschaft Teufelsburg ebenso beitragen wie die sorgenden Hände der Mitglieder im Förderverein Teufelsburg.
Während die Besucher der Teufelsburg in früheren Zeiten den bergansteigenden Pfad wählen mussten, so wie man einst wohl auch vom Hof Dülsdorf unten im Tal zur Burg oben gelangte, haben es die Besucher heute viel leichter. Leider genießen manche nicht den idyllischen Fußweg von Oberfelsberg in "die Rosch" sondern fahren auf vier Rädern so weit wie sie nur irgendwie kommen. Es ist aber ein Erlebnis, die Natur um sich herum zu genießen, diesen Weg durch den einstigen Steinbruch, der wohl beim Burgbau entstanden ist und noch im vorigen Jahrhundert genutzt wurde. Dieser Fußweg lässt einen die Natur zu jeder Jahreszeit ganz anders erleben, wenn sich im Frühjahr der Farn aufrollt, im späten Frühjahr die Akazien blühen, dann im Sommer die grüne Hölle fast undurchdringlich scheint, der Wald sich im Herbst bunt verfärbt und im Winter gelegentlich raureifbehangene Lianen einen Märchenwald entstehen lassen. Hier erleben Familien mit Kindern eine natürliche Märchenwelt, die zu Abenteuernachmittagen verleiten kann. Man kann auch Vogelstimmen lauschen, die nicht überall zu hören sind. Auf diesem Weg zur Teufelsburg durchquert man übrigens einen Teil des größten und heute sich weitgehend selbst überlassenen zusammenhängenden Akazienwaldes in der Saar-Lor-Lux-Region. Und wenn man dann auf der Burgspitze steht hat man den schönsten Blick, den man sich im Saarland vorstellen kann. Vor einem breitet sich nicht nur das Saartal aus, man kann auch weit darüber hinaus schauen bis hinüber zum Schaumberg. Und wenn es dunkel ist, ist das Lichtermeer da unten und der Sternenhimmel darüber noch einmal ein ganz besonderes Erlebnis. Doch der Aufenthalt auf der Burg kann aus vielerlei Gründen leider nur bis 21 Uhr gestattet werden. Das sollte man verstehen.
Besucher der Burg sollten auch bedenken, dass der Förderverein, dessen Mitglieder die Anlage ehrenamtlich betreuen, arg darunter zu leiden hat, wenn eine Begehung oder ein Verweilen in der Anlage Spuren von Mutwilligkeit hinterlassen.
Bitte tragen auch Sie dazu bei, dass dieses Kleinod der Nachwelt erhalten bleibt und nehmen Sie auch Rücksicht auf die Natur, die sich hier in einer wunderbaren Vielfalt ausbreitet.

Anmeldung zu Führungen:
bei: Monika Podzierski. Metzerstraße 155, 66802 Überherrn-Felsberg Tel: 06837- 74312 Handy: 0171-7460103

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elkeschwab

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