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...nur Papier, und doch die ganze Welt..." - 200 Jahre Graphische Sammlung

Hinweis zu: Staatsgalerie Stuttgart

Die international bedeutende Graphische Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart feiert in diesem Jahr ihren 200. Geburtstag. Zum Jubiläum präsentiert das Museum ab 17. Juli eine Auswahl aus dem umfangreichen Bestand von rund 400.000 Werken: Vom Einblattholzschnitt bis zum Papierknäuel, vom Flugblatt bis zum Plakat, vom Blockbuch zum Buchobjekt - die Auswahl der Werke umspannt von der Gotik bis in die Gegenwart mehr als fünf Jahrhunderte.
Mit Werken von Albrech Dürer und Filippo Sanctis stellen wir Arbeiten aus der Graphischen Sammlung vor, die auch in der Jubiläumsausstellung zu sehen sein werden.

Die Himmelfahrt Christi wird am 40. Tag nach Ostern gefeiert. Überliefert wird das Ereignis, das den auferstandenen Jesus als Sohn Gottes erhöht, im Neuen Testament durch die Evangelisten Markus und Lukas sowie noch ausführlicher in der Apostelgeschichte: "(...) Eine Wolke nahm ihn vor ihren Augen hinweg, und als sie ihm nachsahen gen Himmel fahren, standen bei ihnen zwei Männer in weißen Kleidern." (Apg. 1,1-12)

Für seinen kleinformatigen Holzschnitt Himmelfahrt Christi (1509/11) wählt Albrecht Dürer (1471-1528) einen für das Spätmittelalter typischen Bildtypus: der entschwindende Christus. Um den Ölberg in der Mitte hat sich eine Menschenmenge versammelt: Die zwei Apostel im Vordergrund sind ganz auf das Geschehen mit dem Blick nach oben gerichtet, ihre Gesichter vermitteln Staunen. Maria im Gebetsgestus und der jugendliche Johannes links im Bild verfolgen die entschwindende Wolke, auf der nur noch die Füße Christi zu sehen sind. Allein seine nach der Legende sichtbaren Fußabdrücke auf dem Ölberg bleiben zurück.

Der Italiener Filippo Sanctis (1843 - ?) wählt hingegen für seinen Kupferstich der Himmelfahrt Christi (1874) eine Vorlage des berühmten Renaissance-Künstlers Raffael (1483-1520). Dessen ausgewogene Bildkompositionen galten bis in das 20. Jahrhundert als vorbildlich und wurden vielfach reproduziert. Reproduktionsgraphik war das entscheidende Medium zur Vermittlung von Kunst. Bei diesem Kupferstich nach Raffael steht die Verklärung Christi im Mittelpunkt des Interesses. Jesus, von einer Strahlengloriole umgeben, ist frontal dargestellt. Umgeben ist Gottes Sohn von Engeln und Aposteln, die ihrem Erstaunen und ihrer Ehrfurcht in Gebärden und Gestik voller Pathos Ausdruck geben. Das religiöse Geschehen wird gefühlsbetont auf lebendige Weise dargestellt.

Hinweis:
Vom 17. Juli bis 1. November 2010 ist in der Graphischen Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart die große Jubiläumsausstellung "...nur Papier, und doch die ganze Welt..." - 200 Jahre Graphische Sammlung zu sehen.
Im Jahre 1806 begründete König Friedrich I. mit einem Einzug ins Neue Schloss Stuttgart das "Königliche Cabinett der Kupferstiche und Handzeichnungen". 1810 wurde mit dem Maler Eberhard Wächter der erste Inspektor eingestellt, der auch den ersten Katalog zur Zeichnungssammlung schrieb. Dieses Datum nimmt die Graphische Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart zum Anlass, ihr zweihundertjähriges Jubiläum gebührend zu feiern. Bedeutende Werke aus allen Jahrhunderten und Sammlungsgebieten werden den mittlerweile auf rund 400.000 Blätter angewachsenen Bestand ausführlich vorstellen.

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