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Fotos

  • Die neue Pinakothek mit Museums-Café
  • Die neue Pinakothek

Praktische Informationen

Adresse
Barer Straße 29
80799 München
Deutschland

Koordinaten für´s Navigationssystem:

Breitengrad: 48.149536
Längengrad: 11.571908
Öffnungszeiten

tgl. außer Di 10 - 18 h, Mi 10 - 20 h

Eintrittspreise

Eintritt
7 Euro | ermäßigt 5 Euro | Inklusive Audio-Führung
Sonntagseintritt 1 Euro
Audioführung an Sonntagen 6 Euro
Zu Sonderausstellungen gelten gesonderte Preise

Tagesticket 12 Euro (die drei Pinakotheken, Museum Brandhorst, Schack-Galerie)
5er Ticket 29 Euro (die drei Pinakotheken, Museum Brandhorst, Schack-Galerie)
Sonderausstellungen sind nicht inbegriffen.

Kontakt
Telefon: 
089/23805-195
E-Mail: 
info@pinakothek.de
Verkehrsmittel
Hinkommen & Parken: 

keine Parkplätze

Bahn & Bus: 

Tram
Linie 27: Haltestelle "Pinakotheken"

U-Bahn
U2 | U8: Haltestelle "Theresienstraße"
U3 | U6: Haltestelle "Odeonsplatz" oder "Universität"

Bus
Linie 154:
Haltestelle „Schellingstraße“
Linie100 (Museumslinie):
Haltestelle „Pinakothek“

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Neue Pinakothek

 (2 Stimmen)

Als Museum mit einer der bedeutendsten Sammlungen britischer Malerei auf dem Kontinent wirft die Neue Pinakothek im neuen Jahr mit einer Ausstellung zum Werk des Tiermalers George Stubbs ein Schlaglicht auf die englische Kunst. Vom 26. Januar bis zum 6. Mai 2012 wird folgende Ausstellung gezeigt:

Science into Art - Tiermalerei zwischen Wissenschaft und Kunst. George Stubbs (1724-1806)

Es ist die erste diesem Künstler gewidmete Schau in einem europäischen Museum außerhalb Großbritanniens. Berühmt geworden ist Stubbs durch seine wirklichkeitsnahen, auf genauester Beobachtung beruhenden Porträts von Pferden und exotischen Tieren. Wie kaum ein anderer Künstler hat er es verstanden, in seinen Bildern empirische Forschung und Ästhetik zu einer neuen Synthese zu führen.

Die Ausstellung

Die Ausstellung umfasst etwa dreißig Gemälde, die das künstlerische Werk von George Stubbs in seiner ganzen Vielfalt umreißen. Zu den Leihgebern zählen die bedeutendsten Sammlungen und Museen des Vereinigten Königreichs wie die Royal Collection, die National Gallery und die Tate Britain in London. Auch kommen zahlreiche Werke aus britischen Landhäusern und Schlössern nach München, die sich noch im Besitz der Nachkommen der damaligen Auftraggeber befinden – wie die Gemälde, die Stubbs für Lord Rockingham oder den Duke of Rutland gemalt hat.

Außerdem wird eine Auswahl der einzigartigen Zeichnungen zu dem Stichwerk »The Anatomy of the Horse« zu sehen sein, die zu den Schätzen der Royal Academy of Arts in London gehören. George Stubbs war aber auch ein herausragender Graphiker, der mit den Techniken der Radierung experimentierte und ein kleines, erstaunliches Œuvre vornehmlich mit Darstellungen exotischer Tiere geschaffen hat. Abdrucke dieser Stiche sind äußerst selten – sie werden vom British Museum geliehen.

Die Popularität und den Einfluss von George Stubbs - nicht zuletzt auch in Deutschland - belegen die qualitätvollen Reproduktionsstiche nach seinen Gemälden von namhaften Stechern der Zeit wie Benjamin Green (1739-1798) und William Woollett (1735-1785). Sie sind in hervorragenden zeitgenössischen Drucken im Kupferstichkabinett der Kunstsammlungen der Veste Coburg sowie im Aschaffenburger Bestand der Staatlichen Graphischen Sammlung München vorhanden. Die Ausstellung bietet die Gelegenheit, Hauptwerke aus diesen beiden Kabinetten zu zeigen und damit das Augenmerk auch auf die Tradition des Sammelns britischer Kunst im Deutschland des ausgehenden 18. Jahrhunderts zu lenken.

Biographie

Am Anfang seiner Karriere als Tiermaler stand der Rückzug nach Horkstow in Lincolnshire, wo George Stubbs zwischen 1756 und 1758 in einem abgelegenen Gehöft tote Pferdekörper eigenhändig sezierte und zeichnete. 1766 veröffentlichte er seine Studien in dem Stichwerk »The Anatomy of the Horse«, das einen neuen Standard in der Visualisierung anatomischer Befunde setzte. Nach der Übersiedlung nach London stieg Stubbs in den 1760er Jahren rasch zum führenden Tiermaler auf. Seine Auftraggeber fand er vor allem in einem Kreis von wohlhabenden jungen Adligen, die sich mit Pferdezucht und Pferderennsport beschäftigten, aber auch bei Naturforschern, die Stubbs’ Gemälde als virtuose, lebensnahe Darstellungen seltener exotischer Tiere schätzten.

Nach seinem Tod geriet Stubbs bald in Vergessenheit. Seine Wiederentdeckung setzte erst um die Mitte des 20. Jahrhunderts ein, als Sammler wie Paul Mellon seinen künstlerischen Rang erkannten. In Großbritannien und Amerika ist Stubbs spätestens seit der großen Retrospektive 1984/85 in der Tate Gallery in London und dem Yale Center for British Art in New Haven als einer der größten Künstler seiner Epoche etabliert. Gemälde wie »Whistlejacket« und »Hambletonian Rubbing Down« gehören zu den berühmtesten Werken der englischen Kunst. Diese Wertschätzung spiegelt sich auch in der Entwicklung auf dem Kunstmarkt wider. Vor wenigen Monaten erzielte sein Gemälde »Gimcrack on Newmarket Heath« auf einer Londoner Auktion mit einem Zuschlag von umgerechnet 25 Mio. Euro einen neuen Auktionsrekord für den Künstler und einen der höchsten Preise für ein Altmeistergemälde überhaupt.

Englische Malerei in der Neuen Pinakothek

In der Neuen Pinakothek fügt sich die Ausstellung ein in den bedeutenden Bestand an britischer Malerei des 18. und 19. Jahrhunderts, der Werke von Thomas Gainsborough und Joshua Reynolds, Thomas Lawrence und David Wilkie, John Constable und William Turner umfasst. Mit dem Gemälde »Spanish Pointer«, um 1810 von König Maximilian I. Joseph von Bayern angekauft, besitzt die Neue Pinakothek auch das einzige Gemälde von George Stubbs in einem deutschen Museum. Die Ausstellung rückt einen der Schwerpunkte der Sammlung in den Fokus und stellt das Werk dieses außergewöhnlichen Künstlers erstmals einem größeren Publikum in Deutschland vor.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Beiträgen von Brian Allen, Werner Busch, Tim Clayton, Sophie Goldhagen, Oliver Kase, Martin Myrone, Herbert W. Rott und Francis Russell im Prestel Verlag, 240 Seiten mit 165 Abbildungen, 32 Euro im Museum

Kurator: Dr. Herbert Rott
Pressetext: Tine Nehler M.A.

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