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Die Wittelsbacher und die Kurpfalz im Mittelalter

Hinweis zu: Reiss-Engelhorn-Museen

Jörg Peltzer, Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter und Alfried Wieczorek sind die Herausgeber des hochwertig ausgestatten Bandes "Die Wittelsbacher und die Kurpfalz im Mittelalter". Die mit dem Untertitel aufgeworfene Frage "Eine Erfolgsgeschichte?" darf man getrost als rhetorisch verstehen. Der begleitend zur großen Ausstellung der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen "Die Wittelsbacher am Rhein. Die Kurpfalz und Europa" bei Schnell + Steiner erschienene Band vereint zwanzig Beiträge renommierter Fachleute, die sich anlässlich einer Tagung Anfang 2012 in Mannheim trafen. Zur Orientierung ist vorne ein Stammbaum der Pfalzgrafen am Rhein aus dem Hause Wittelsbach eingefügt.

Die Wittelsbacher etablierten sich unter den Kurfürsten des römisch-deutschen Reichs als Pfalzgrafen bei Rhein und schrieben wesentlich an der Geschichte der Region mit. Wesentliche Akzente, die bis heute wirken, setzten die Wittelsbacher in der Kurpfalz mit der Gründung der Heidelberger Universität. Zum Beitrag von Wolfgang Eric Wagner "Die Universität Heidelberg als Innovationszentrum?" ist auf S. 303 die Stiftungsurkunde vom 1. Oktober 1386 abgedruckt, mit der die nach Ruprecht I. benannte Universität gegründet wurde. Wie Professor Stefan Weinfurter, einer der Herausgeber, im Festvortrag anlässlich der Vorstellung des Bandes erläuterte, ist allerdings die Schrift auf der Urkunde nicht mehr lesbar, da sie zu lange im Rektorat hing und schädlichen Lichteinflüssen ausgesetzt war.

Die Erfolgsgeschichte der Wittelsbacher in der Pfalz hielt sechs Jahrhunderte an. Die Wittelsbacher stellten Herzöge, Kurfürsten, Könige und Kaiser. 1803 wurde die Kurpfalz aufgelöst. Doch "kurpfälzische Lebensart" gilt immer noch als Synonym für Lebens- und Genussfreude und für kulturelle Vielfalt in einer Region, in der heute Menschen aus 160 Nationen leben.

Weitere Beiträge befassen sich u. a. mit dem Rhein als Wirtschafts- und Verkehrsachse, mit den pfalzgräflichen Burganlagen, berichten von Klöstern und Stiften in der Kurpfalz, erläutern das literarische Leben im Umkreis der pfälzischen Wittelsbacher und geben Auskunft über Juden unter kurpfälzischer Herrschaft.

Der spannend zu lesende Band ist farbig bebildert und ist eine gute Vorbereitung auf die große Sonderausstellung, die am 8.9.2013 in den Reiss-Engelhorn-Museen eröffnet wird.

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