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Wer war August von Kotzebue?

Hinweis zu: Kotzebues Wohnhaus

Der am 3.5.1761 in Weimar geborene Schriftsteller und russische Staatsrat war einer der erfolgreichsten Unterhaltungsdramatiker seiner Zeit. Sein Werkverzeichnis umfasste über 220 Lustspiele und Dramen, darunter z.B. »Menschenhaß und Reue« (1789), »Die deutschen Kleinstädter« (1803; Text bei Projekt Gutenberg-DE) und »Der Rehbock oder Die schuldlosen Schuldbewussten« (1815), welches später als Vorlage für die Oper »Der Wildschütz« (Leipzig 1842) von Albert Lortzing diente. 87 seiner Werke wurden von Goethe mit insgesamt 600 Vorstellungen inszeniert.
Die Bedeutung des heute in Vergessenheit geratenen Schriftstellers war zu seiner Zeit immens, wie eine Auswertung der meist gespielten Schauspielautoren des Mannheimer Hof- und Nationaltheaters für den Zeitraum von 1779 bis 1870 zeigt: Während Kotzebue mit 1.870 Aufführungen an erster Stelle steht, folgt Schiller mit 486, Iffland mit 463 Vorstellungen, während Goethe erst an vierzehnter Stelle mit 181 Aufführungen erscheint.

Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Jena und Duisburg führte August von Kotzebue ein bewegtes Leben, das mit einer Anstellung als Sekretär des Generalgouverneurs in Sankt Petersburg begann und ihn später über Paris, Mainz, Wien (1798 Direktor am Hoftheater in Wien), und Weimar immer wieder zurück nach Russland führte. Von dort aus kam er 1817 als russischer Generalkonsul, Kulturattaché und politischer Beobachter wieder nach Deutschland zurück.

In den Kreisen der nationalen Bewegung galt Kotzebue als absoluter Reaktionär, Feind der nationalen Bewegung und Spion des Zaren.

Seit 1818 gab Kotzebue in Weimar das »Literarische Wochenblatt« heraus, in dem er die liberalen Ideen und die patriotischen Ideale der Burschenschaften verspottete, die damals zusammen mit den Turnvereinen den Kampf für einen deutschen Nationalstaat organisierten.

Dass auf dem Wartburgfest 1817 auch seine »Geschichte des deutschen Reichs« verbrannt wurde, gab wohl den Anstoß, dass er den Wohnsitz wechselte und im Herbst 1818 nach Mannheim umzog.

August von Kọtzebue ist auf dem Mannheimer Hauptfriedhof begraben – nicht weit entfernt vom Grab seines Mörders, Karl Ludwig Sand.

smitty
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