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Wanderung auf dem Drei Burgen Rundweg

Infos aus dem Internet
Bei dem schönen Wetter war heute mal wieder eine Wanderung in der Pfalz angesagt. Es ging auf den Drei-Burgen-Rundweg, der in Erfenstein beginnt. Wir hatten uns im Internet informiert und eine schöne Beschreibung des Wanderwegs sowie einen Stapel historischer Daten zu den drei auf dem Weg liegenden Burgen Erfenstein, Breitenstein und Spangenberg ausgedruckt.

Erste Station: Lambrecht
Trotzdem wollten wir uns auch noch vor Ort informieren: Schließlich liegt auf dem Weg nach Erfenstein das idyllische Örtchen Lambrecht, in dem es eine Tourist Information gibt. Schade ist nur, dass diese am Wochenende (wenn die Touristen kommen) grundsätzlich geschlossen hat. Jedoch hatte die Gemeinde eine gute Idee: In der Postagentur soll es eine Touristische Informationsstelle geben, die Samstags bis 12:00 Uhr geöffnet ist. vor Ort erfahren wir allerdings, dass der Betreiber der Poststelle inzwischen gewechselt hat (Sehr nette Leute übrigens) und damit auch die Informationsstelle weggefallen ist. das hat man nun davon, wenn man sich die Infos schon mehrere Tage vor der Wanderung aus dem Netz zieht. Das Leben ist oft doch schneller als man denkt. Der Spaziergang durch Lambrecht macht trotzdem Spaß und wir sind überrascht, was es hier alles zu sehen gibt.

Die Wanderung beginnt
Weiter dann nach Erfenstein: Der Parkplatz zu Füßen der Burgruine Erfenstein und der Burg Spangenberg ist fast leer. An der Straße vordem Parkplatz unterhalten sich zwei Motorrad-Polizisten. Was die da wohl vorhaben? Kaum ist diese Frage ausgesprochen ist auch schon klar, was hier los ist: Es ist der erste Tag des Jahres mir richtig schönem Wetter und da sind natürlich auch die Motorradfahrer wieder fleißig unterwegs. Und damit unsere Straßen sicher bleiben gibt es eigens für diese Verkehrsteilnehmer eine Sicherheitskontrolle. Und wer könnte das besser als Leute, die selbst mit diesen Maschinen unterwegs sind? Jedenfalls scheinen die Kontrollierten vollstes Verständnis für diese Maßnahme zu haben. Die beiden Beamten sind ja auch sehr nett.

Nun geht es aber los: Rucksack geschultert und Ausschau gehalten nach dem Sandsteinblock, der den Beginn des Weges markiert: Na, der ist wirklich nicht zu übersehen. Kurze Orientierung und los geht es, entlang der Schankentalstraße. Nach kurzer Strecke ist das Örtchen zu Ende und der Wald beginnt. Nun soll hier gleich ein Weg abbiegen, der direkt zur Ruine Erfenstein führt. Na ja, ein Weg ist das ja wohl nicht! Könnte mal einer gewesen sein? Sieht jetzt aber total zugewachsen aus! Der endet doch im nirgendwo! Also weiter. Und weiter. Und noch weiter! Na das war dann wohl nichts mit dem Abzweig! vielleicht ist ja auch die Beschreibung falsch oder nicht mehr aktuell?
Na ja, nach ca. 20 Minuten kommt dann doch noch ein Abzweig. Ein breiter Forstweg, dem folgen wir. Der Weg hat aber irgendwie einen Rechtsdrall. Also beim nächsten Abzweig wieder schön links halten, denn dort müsste eigentlich die Burg liegen! Und siehe da: nach weiteren 20 Minuten erreichen wir tatsächlich die Burg Erfenstein.

Burg Erfenstein
Zunächst sehen wir nur riesige Felsbrocken, die die Stelle kennzeichnen an der einmal die Alt-Erfenstein gestanden hat. Von der Burg selbst ist so gut wie nichts mehr zu sehen. Na, kein Wunder, wurde sie doch auch schon 1380 aufgegeben und war seitdem unbewohnt. Dafür erstaunen die Felsen um so mehr. Wenige Schritte weiter befindet sich die neue Burg Erfenstein. Aber auch von der ist nur noch wenig erhalten: Ein Turm und der Bergfried, von dem man aber einen herrlichen Ausblick in das Tal und auf die Burg Spangenberg auf der anderen Seite hat. Ein Hinweisschild lehrt uns, dass auch die neue Burg Erfenstenstein bereits 1470 zerstört wurde und seitdem Ruine ist. Und erst 1960 wurde dann das Wenige, was noch da war, restauriert. Übrigens: Von hier oben führt tatsächlich ein direkter weg nach unten. Das muss wohl der sein, den wir vorhin nicht gefunden haben. Allerdings lässt sich leider nicht ausmachen, wo der unten rauskommt. Und nur um das zu erfahren, nehmen wir nicht noch einmal den Aufstieg in Kauf.

Weiter zur Burg Breitenstein
Wir folgen dem Weg, der nun in Serpentinen wieder hinunter zur L499 führt und halten uns unten gleich wieder rechts und folgen dem Weg der parallel zur Straße führt. So gelangen zum Parkplatz unterhalb der Burg Breitenstein. Hinter dem Parkplatz führt ein steiler Schotterweg, die sog. Himmelsleiter hinauf bis zu einem treppenartigen Einstieg auf der linken Seite. Dieser enge Fußweg führt uns an einem alten Grenzstein, dem Dreikantstein aus dem Jahr 1768, vorbei hinauf zur Burg Breitenstein. Auch von dieser auf einem unzugänglichen Felssockel gelegenen Burgruine ist fast nichts mehr erhalten. Aber was noch da ist, macht einen imposanten Eindruck! Der nur noch schwer auszumachende Weg führt nun weiter zu den in ca. 50 Meter Entfernung und 20 Meter höher gelegenen Resten einer separaten Vorburg und mündet dann wieder auf die Himmelsleiter, auf der wir nun aber talwärts unterwegs sind.

Stutengarten Burgbrunnen und Steinbruch
Am Parkplatz überqueren wir die L499 und folgen der L514, die uns über die Bahngleise führt. Nach 300 Metern folgen wir links wieder ein Waldweg auf dem wir uns stets links halten, bis er uns nach ca. 30 Minuten zu einem Abzweig auf der rechten Seite führt, der den Zugang zum Stutengarten darstellt. Hier sehen wir – mitten im Wald – die Überreste der steinernen Pfosten der Einfriedungen einer Pferdekoppel. Sechs der ehemals 216 Pfosten sind noch komplett erhalten, viele sind umgestürzt, zerbrochen oder fehlen ganz. Die ehemalige Pferdekoppel wurde wohl um 1500 angelegt, als der Bischof Philipp I. (1504-1513) sich entschloss die Pferde, die er für Kurierdienste zwischen seinen beiden fürstbischöflichen Zentren Speyer und Udenheim (heute: Philippsburg) benötigte, an dieser Stelle selbst zu züchten.
Hier befindet sich auch der Burgbrunnen, eine in Stein gefasste und mit Sandsteinplatten abgedeckte Hangquelle, die für die Wasserversorgung des Stutengartens genutzt wurde und die außerdem durch eine Deichelleitung mit der Burg Spangenberg verbunden war, um auch dort die Trinkwasserversorgung sicher zu stellen.
Ganz in der Nähe befindet sich auch der Steinbruch, in dem die Pfosten für den Stutengarten gewonnen wurden, indem Sandsteinplatten gespalten wurden. Eine gespaltene Sandsteinplatte liegt noch heute dort.

Burg Spangenberg
Vom Steinbruch aus näherten wir uns der Burg Spangenberg von hinten. Und sind erst mal von ihrer Größe und den Steil abfallenden Wänden beeindruckt. Rechts herum geht es zum Vordereingang, durch den wir in die Unterburg gelangen, wo sich auch die Burgschänke befindet. Allerdings sind die wenigen Plätze im Burghof schon besetzt, so dass wir beschließen unten im Tal einzukehren, wo wir vor dem Antritt der Wanderung die Schloss Schenke gesehen haben. Also machen wir uns an den Abstieg, bei dm wir nochmals den beeindruckenden Felsen bewundern können, auf dem die Burg liegt.
Unten sehen wir die beiden freundlichen Motorrad-Polizisten wieder, die inzwischen die Straßenseite gewechselt haben, und die rückkehrenden Ausflügler kontrollieren. Dann kommt die Enttäuschung: Die Schloss Schenke scheint bereits vor geraumer Zeit geschlossen zu haben und macht, aus der Nähe betrachtet, einen ziemlich maroden Eindruck. Dann eben nicht!

smitty