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Teil 1: EIN DORF ZWISCHEN WIESEN, WALD und WOLKEN - TSCHÖFAS

Langkofel

Wer kennt schon Tschöfas?

Man wird es niemandem vorwerfen können, diesen Ort nicht zu kennen. Aber es ist zumindest lohnend zu wissen, dass es ein beschaulicher Platz ist, abseits der Hektik des urbanen Lebensraums, und wo die Tagesordnung seiner Bewohner noch dem Rhythmus der Natur gehorcht.

Das, was wir heute als Zeit bezeichnen, existiert seit es Kalender und Uhren gibt. Dieses Zeitbewusstsein der Menschen hat sich im Laufe des Zivilisationsprozesses immer weiter entwickelt. In der Gegenwart scheinen wir viel zu wenig Zeit zu haben, obwohl uns die Technik gegenüber früher viele Arbeiten des täglichen Lebens abnimmt. Keine Zeit zu haben ist schon ein Statussymbol geworden. Doch dieses ständige Gefühl des
Zu-wenig-Zeit-habens macht uns unzufrieden, macht uns krank.

Das ist dann genau der Augenblick eine Auszeit zu nehmen, und etwas machen, was andere nicht machen. Eventuell einmal Individualist sein, der Herr seiner Zeit bleibt, der nicht dorthin fährt, wohin ihn die geballte Macht der Werbung schicken möchte. Nichts ist einfacher als das, und der Entscheid verhilft darüberhinaus zu dem beglückenden Gefühl, einmal die ausgetretenen Pfade der Touristenströme zu meiden!

Vom Norden kommend fährt so ein Individualist vom Brennerpass, von einer Höhe von 1.370 Metern, das Eisacktal hinunter, vorbei an Sterzing, Brixen bis nach Klausen, das knapp über 500 Meter hoch liegt. Hier verlässt er die Autobahn und biegt ab ins Grödnertal. Doch nicht die bekannten Orte des Tals, wie St. Ulrich, St. Christina oder Wolkenstein sind sein Ziel, sondern ein kleiner Weiler hoch oben am Beginn des Grödnertals, an den Südwesthängen der Raschötz gelegen. Er muss hoch hinauf, das kleine Dorf liegt fast so hoch wie der Brennerpass, genau 1.212 Meter, es ist eine Fraktion von Lajen: Tschöfas.

Vom Eisacktal ist der Weg dahin nicht allzu weit, doch einige hundert Meter höher hinauf muss der Besucher schon.

Nach der Ausfahrt von der Brennerautobahn bei Klausen steigt die Straße ins Grödnertal hinein an. Nach etwa 5 Kilometern weist ein Richtungsschild nach Lajen. Steil ansteigende 2 Kilometer sind es bis zu dem Ort, der mit seiner imposanten Kirche, sie wird auch der „Dom am Berg“ genannt, wie ein Adlernest über dem Eisacktal schwebt. Der Kirchturm des Gotteshauses, das dem Heiligen Stephanus und Laurentius geweiht ist, prägt das Bild des Eingangs in das weltberühmte Tal. Doch Lajen ist nicht nur von weiten ein malerischer Anblick, sondern eine Ortschaft zum Verweilen. Der Dorfplatz im Zentrum ist eine Augenweide, umgrenzt von alten, liebevoll restaurierten Häusern und belegt mit passenden Pflastersteinen – ein wunderbares Ensemble Tiroler Baukultur.

Hof in Lajen

Zum Gemeindegebiet Lajens zählen
7 Fraktionen, wie die Weiler, die zur Gemeinde gehören, genannt werden. Diese oft nur aus wenigen Häusern bestehenden Ansiedlungen verteilen sich auf eine Fläche von über 37 Quadratkilometer, und zwischen dem tiefst gelegenen Punkt bis hinauf zur Außerraschötz (2.281 Meter) liegen über 1.800 Höhenmeter – das reicht zu einer Tagestour!

Spuren einer Erschließung des Gebietes reichen zurück bis in die Steinzeit (um 6.000 v.Chr.). Gesichert ist die Besiedlung seit der Bronzezeit (2.300 – 1.200 v.Chr.). In der Römerzeit führte eine Straße durch „Lajanum“. Die erste schriftliche Erwähnung des Ortsnamens „Legianu“ findet sich in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 993, dem Beginn des Hochmittelalters: Eine Witwe Luitpirch schenkte mit diesem Dokument ihren gesamten Grundbesitz dem Bischof Albuin von Brixen.

Im Spätmittelalter, um 1300, gehörten die meisten Besitzungen um Lajen den Hochstiften von Freising, Augsburg und Brixen. Hochstifte wurden von Fürstbischöfen geleitet, die neben der geistlichen Leitung des Bistums auch die weltliche Herrschaft innehatten.

Im Laufe des 14. Jahrhunderts gingen die Besitzungen nach und nach an die Grafschaft von Tirol. Dem Habsburger Rudolf IV. dem Stifter, Herzog von Österreich (1339 – 1365) wurde in einen Erbvertrag die gesamte Grafschaft zugesprochen. Damit begann die nicht immer konfliktfreie Verbindung Tirols mit dem Haus Habsburg.

Die weithin sichtbare klassizistische Kirche der Heiligen Stephanus und Lauretius wurde in Lajen zwischen 1842 und 1845 erbaut. Und schon wenig später, von 1853 bis 1856, erfolgte der Bau der Straße von Waidbruck nach St. Ulrich, die Fortsetzung nach Wolkenstein unmittelbar danach.

Und bis 1960 fuhr auch eine Eisenbahn von Klausen über Lajen-Ried, St.Peter,St.Ulrich,St. Christina nach Wolkenstein. Auf einer Strecke von 31 Kilometern mussten über 1.000 Höhenmeter überwunden werden. Die Schmallspurbahn wurde während de 1. Weltkriegs für den Militärnachschub 1915/16 in nur 4½ Monaten errichtet.

Tschöfas

Der Poststeig von Waidbruck nach St. Ulrich

Über den Dorfplatz in Lajen führt der Poststeig, auf dem bis 1856 die Post von Waidbruck hinein ins Grödnertal transportiert wurde. Das abrupte Aus für den Jahrhunderte alten Transportweg ist einfach erklärt: Der Bau der Grödner Talstraße war vollendet.

Der Poststeig hat heute eine andere Funktion, eine nicht weniger wichtige – eine ästhetische.
Wer von Lajen nach Tschöfas möchte, sollte, nein muss dies zumindest einmal während seines Aufenthalts über den Poststeig tun. Lajen liegt auf einer Höhe um 1.100 Meter, der Weiler Tschöfas noch über 100 Meter höher. Etwa 1½ Kilometer wird der Weg von Lajen nach Tschöfas lang sein, was aber sowieso uninteressant ist. Denn das Hinaufgehen ist beinahe ein Wallfahrt, bei welcher der Weg das Ziel ist und die Gehzeit dabei keine Rolle spielt.

Der Pfad führt durch Wiesen, eingerahmt von Büschen und Bäumen, die jedoch die Sicht zurück auf Lajen nicht verdecken; und auch nicht den Blick weiter nach Westen zu den über dem Eisacktal liegenden Dörfern, die wie Schwalbennester am Abhang des Ritten zu kleben scheinen. Der Bergrücken verläuft abfallend vom Rittner Horn (2.259 m) über die Schwarzsee Spitze (2.071 m) bis in die Gegend von Bozen. Vom Poststeig aus entdeckt der Wanderer im Süden, hoch über dem linken Ufer des Grödner Baches, die Wallfahrtkirche St. Magdalena. Und annähernd 10 Kilometer weiter wuchtet ein Felskoloss am Rande des Eisacktals in die Höhe: der Westpfeiler der Dolomiten, der Schlern.

Dessen höchste Erhebung, der Petz, ist 2.563 Meter hoch. Zur spektakulären Silhouette gehören aber noch die beiden nach Westen vorgelagerten Zacken, die Santner- (2.413 m) und Euringerspitze (2.394 m). Dem Defregger Johann Sandtner gelang 1880 im Alleingang die Erstbesteigung des Großen Schlernzackens, der dann zu Ehren des Erstbesteigers in Sandtnerspitze umbenannt wurde. Die charakteristische Silhouette des Schlernmassivs ist zum Wahrzeichen Südtirols geworden. Um diesen Felsgiganten ist eine Unmenge von Sagen entstanden. So soll das Heu auf den Schlernwiesen bis Michaeli, das ist der 29. September, eingebracht sein. Denn danach gehören die Almwiesen dem Teufel, und der leidet da oben keine Menschen – so erzählten das früher die Leute in Völs.

Übrigens, der Naturpark Schlern-Rosengarten wurde am 26. Juni 2009 von der UNESCO mit anderen Gebieten der Dolomiten als Weltnaturerbe anerkannt und in die Liste der Welterben aufgenommen.

Nach der Hälfte des Weges steht ein Kreuz am Wegesrand, daneben eine Bank. Sie dient weniger zum Rasten, mehr zum Innehalten, um das Geschaute in der Stille ein wenig zu rekapitulieren. Da kann man nachdenken ohne abzuschweifen. Und, wenn man den Mund hält, fangen die Bilder der Landschaft von alleine an zu sprechen.

Sella Langkofel

Im Osten, weiter drinnen im Grödnertal, ragt ein königlicher Berg 3.181 Meter hoch in den Himmel: der Langkofel. Es ist ein makelloser Berg. Ziel all jener Kletterer, für die Bergsteigen auch ein ästhetisches Erlebniss bedeutet. Die Erstbesteigung gelang am 13. August 1869 dem Wiener Paul Grohmann (1838 – 1908), der nebenbei bemerkt auch die 3 höchsten Dolomitengipfeln erstbestieg. In St.Ulrich steht sein Denkmal.

Der Weiterweg steigt sanft an. Schon grüßt der Kirchturm von Tschöfas, und bald ist der kleine Ort erreicht.

Poststeig Tschöfas

Der Postweg führt den Ankömmling direkt auf den „Hauptplatz“, von dem vier Wege ausgehen: Von Westen kommt der Poststeig von Lajen herauf, der auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes weiter ins Grödnertal hinein führt, nach Norden geht’s zur Kirche und nach Süden leitet eine Straße hinunter nach St. Peter und Lajen – geradezu ein Verkehrsknotenpunkt, doch Gott sei Dank fast ohne Verkehr. Am oberen Ende des keinen Platzes steht der Platieder Hof, davor ein Gemüsegarten, der durch eine hohe Mauer aus Natursteinen abgestützt wird. An dieser Stützmauer sind ein Kruzifix, Wegweiseschilder für die Wanderwege und eine Tafel mit einer alten gemalten Wanderkarte festgemacht. Dort, wo der Poststeig von Lajen heraufführt, stehen neben einem Kapellenbildstock zwei Holzbänke und dahinter der alte Bauernhof der Familie Hofer.

Die Anführungszeichen vorhin beim Wort Hauptplatz sollen auf die ein wenig ironische Verwendung dieser Satzzeichen hinweisen. Das hier ist nicht ein Platz im architektonischen Sinn, sondern ein natürlich gewachsener Mittelpunkt eines Gemeinwesens. Möglicherweise bewirkt das der direkt hinter dem Marterl stehende alte Bauernhof mit dem mächtigen alten Nussbaum davor. Dieses Haus wird nicht mehr bewohnt, doch es gehört hierher und schafft ein Gefühl für Gemeinschaftlichkeit. Das ist mit reiner Logik nicht erklärbar, aber alte Häuser strahlen Ruhe und Geborgenheit aus, sie wurden durch die vielen Generationen ihrer Bewohner geadelt, denen das Haus Zufluchtsstätte, Schutz und Heimat war.

Gegenüber dem Bildstock, direkt am Poststeig, steht der neue Hof von Melitta und Luis Hofer, der Hatzeshof. Vor dem Haus eine blumengeschmückte Terasse mit Bänken und einem großen, schweren Holztisch. Ziemlich ungestört kann man da sitzen. Es sind nicht viele, die auf dem Poststeig da vorbei wandern. Einzig ein paar Katzen, große und kleine, werden meistens da sein. Wem sie gehören weiß niemand so richtig, es ist ihr Revier und sie genießen hier eine Art Bleiberecht.

Hatzeshof

Der Hatzeshof in Tschöfas

Um 1845 wurde Barbara Hofer in Klausen geboren. Sie gilt als die Ahnfrau der Hofers auf dem Hatzeshof. In ihrer ersten Ehe war sie mit dem Teissen-Wirt aus St Leonhard im Passeier verheiratet. Nach dem Tod ihres Mannes erbte sie ein ansehnliches Vermögen, das sie in ihre zweite Ehe mitbrachte. Damit konnte ihr zweiter Mann, er hieß Johann Sparer, um 1890 den Hatzeshof in Tschöfas ersteigern. Barbara Hofer hatte schon vor ihren beiden Ehen, noch ledig, einen Sohn geboren: Franz Hofer. Dieser bekam von seinem Stiefvater Johann Sparer den Hatzeshof als Geschenk – er war nun Bauer auf dem Anwesen.

Damit begann die Chronik des Namens Hofer auf dem Hatzeshof in Tschöfas.

Franz Hofers Erbe hieß wieder Franz, er ist der Vater von Luis, dem jetzigen Bauern auf dem Hatzeshof.

Luis Hofer ist Bergbauer mit Leib und Seele, obgleich es in der heutigen Zeit nicht leicht ist Bauer in dieser Höhenlage zu sein, mit den schrägen Wiesen, auf denen mühsam das Gras gemäht und das Heu eingebracht werden muss. Und wie es in Tirol seit jeher Tradition ist, aktiv am Dorfleben teilzunehmen und mitzuwirken, so gilt das auch für den Hatzesbauern. Dreißig Jahre war er Stabführer der Lajener Musikkapelle. Der freie Tiroler Bauer ist auch immer ein Tiroler Patriot und leidenschaftlicher Getreuer des Bauernstandes gewesen. Im Vorraum des Hauses hängen neben Abbildungen aus dem Tiroler Freiheitskampf gegen die Franzosen auch die Auszeichnungen, die er auf diversen Rinderschaus für sein Vieh erhielt. Neben Rindern leben auf dem Hatzeshof noch einige Pferde; die Haflinger sind allerdings zur Zeit auf der Alm oben auf der Raschötz, sie sind sozusagen auf Urlaub.

Die Bauern fristeten im Mittelalter und in den ersten Jahrhunderten der Neuzeit meist als Leibeigene ihres Grundherrn ein kümmerliches Dasein. Erst der Reichstagsabgeordnete Hans Kudlich (1823 -1917) brachte 1848 den Antrag im neugeschaffenen österreichischen Reichstag ein, das bäuerliche Untertänigkeitsverhältnis mit Robot und Zehent gegenüber den Grundherrn abzuschaffen (Robot war der Frondienst des Bauern und Zehent die Steuer in Form von Geld oder Naturalien für den Grundherrn). Das geschah dann auch, der Reichstag wurde allerdings schon 1849 wieder aufgelöst. Für die Tiroler Bauern hatte das alles wenig Bedeutung,sie waren schon fast ein halbes Jahrtausend vorher freie Bauern geworden. Das geht zurück auf Meinhard II., Graf von Tirol (1238 – 1295), der als Gegengewicht zum aufsässigen Tiroler Adel einen freien starken Bauernstand brauchte. Er brach auch die weltliche Macht der Hochstifte Trient und Brixen und gilt als der Begründer Tirols. Er war einer der bedeutendsten Fürsten des 13. Jahrhunderts.

Die kleinen und mittleren Bauern sind heute das einzige Bollwerk gegen die Übermacht der industriellen Nahrungsmittelproduzenten, die mit ihrer „Fastfood“-Nahrung beginnen, die Menschheit zu Grunde zu richten. In den westlichen Industriestaaten ist die Tradition qualitätsorientierter Landwirtschaft abhanden gekommen. Wer wirklich wertvolle Lebensmittel will, muss bereit sein, den Weg direkt zu den Produzenten zu gehen. – Wo man die Findet? – Nicht so schwer: auf ihren Höfen und auf Wochenmärkten!

Doch nicht nur gesundes Essen können uns die Bauern geben. Ihre Naturverbundenheit, dazu zählt auch ihre Abhängigkeit von der Natur, formte ihre Wesensart: überlegt und bedächtig, entschlossen und beharrlich, selbstbewusst und doch die Grenzen erkennend. Dem urbanisierten Menschen sind diese Tugenden schon weitgehend abhanden gekommen.

Leider genießt heute der kleine und mitllere Bauer nicht die Sympathien der meist zentralistisch organisierten staatlichen Verwaltungen, auch nicht der internationalen Organisationen – denn er ist relativ unabhängig und deshalb vel weniger manipulierbar, als jeder Unselbstständige. Wie schwierig es ist, Landwirt zu sein, zeigt und die Statistik: Vollerwerbsbauern werden immer weniger – in Tschöfas gibt es gerade noch einen.

In der Hofgemeinschaft genießt der Bauer auf seinem Hof eine etwas bevorzugte Stellung. In der Vergangenheit ist das viel ausgeprägter als heute gewesen. Die Bäuerin hat heute gleichgezogen. Sie musste früher oft mehr leisten als der Bauer, neben der Feldarbeit kam noch die gesamte Hausarbeit, das Füttern des Viehs und als Draufgabe noch das Melken der Kühe dazu.

Für die Gäste des Hatzeshofs ist jedenfalls Mellita Hofer die „Chefin“. Bei einem Telefonanruf meldet sich eine weibliche Stimme: Melitta, in einem E-Mail steht als Absenderin: Melitta Hofer, beim Betreten des Frühstückraums lächelt dem Gast entgegen: Melitta, und wenn jemand irgendetwas braucht: nun, wer wird es richten?

Der Hatzeshof hat nicht nur die geräumige Terasse vor dem Hauseingang direkt am Poststeig, sondern noch weitere Refugien, wohin sich der Gast zurückziehen kann. An der Ostseite des Hauses, auf der Ebene des geräumigen Frühstücksraumes, steht umgeben von einer Unzahl von Blumen und Sträuchern ein massiver Holztisch mit Bänken. Der Tisch ist ein Sinnbild für Geselligkeit, eine Aufforderung an die Menschen sich zuammenzusetzen – dieser hier besonders, weil man dann für die vielen prachtvollen Blumen ringsherum genügend Zeit hat: für die weißen, blauen und rosa Hortensien, für die Pelargonien, Petunien, Geranien.

Wer es ganz ruhig haben möchte, begibt sich um die Ecke an die Südseite des Hauses: Bänke an der Sonnenseite, schmale Tische davor, gerade Platz für ein Buch oder eine Zeitung, für eine kleine Jause, in Südtirol sagt man dazu Marende, und nicht vergessen: Platz ist auch noch für das Glas Wein.

Die Idylle mit der Blumenpracht, dem bequemen Tisch und der Logenplatz an der Haussüdseite, unterhalb des Holzbalkons, trägt unverkennbar die Handschift Melitta Hofers.

Tschöfas Poststeig

siehe Fortsetzung Teil 2

franz haslinger
Tschöfas, im August 2012

copyright©haslinger.franz@yahoo.de

Cover Tschöfas weiter zum eBook

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