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Mein Seckenheimer Lieblingsspaziergang

Seckenheim ist einer der Mannheimer Stadtteile, in dem immer noch Landwirtschaft betrieben wird. Der Blick gleitet über Äcker auf die Autobahn, auf der die Autos vorbei brausen, Richtung Frankfurt oder Richtung Heidelberg, je nachdem.

Ich beginne meinen Spaziergang gerne am Seckenheimer Wasserturm, der umgangssprachlich "Dä Glatzkopp" genannt wird, was ich ein wenig uncharmant finde. Aber so sind sie die Kurpfälzer: ehrlich, direkt und dabei liebevoll.

Die Kloppenheimer Straße gehts längs zum Kreisverkehr. Parallel zur Suebenheimer Allee führt ein breiter, geteerter kombinierter Fuß- und Radweg. Dieser bequeme Weg zieht magisch Spaziergänger, Radfahrer, Inlinefahrer und Jogger an. Die kommen sich hier aber keineswegs in die Quere, weil der Weg wirklich breit genug für alle ist.

Gleich zu Beginn meines Weges erfreue ich mich am Anblick meiner tierischen Nachbarn, eine kleine Highland-Rinderfamilie. Ich habe den Eindruck, sie erkennen mich mittlerweile, jedenfalls sind sie in keiner Weise beunruhigt, wenn ich vorbei gehe.

Die Bäume längs der Allee strahlen an diesem sonnigen Herbsttag, vielleicht dem letzten sonnigen Herbsttag dieses späten Jahres, in goldenem Glanz. Indian Summer in Seckenheim, ich muss dazu gar nicht nach Kanada.

Vorbei gehts an der Einkehrstube des Hundesportvereins, vor bis zur Straße (auf dem Schild steht "Holzweg"), die am neuen Vereinshaus der Sportschützen zur Waldrennbahn Seckenheim führt. Auch hier stehen ein paar Highland-Rinder eingezäunt neben der Straße, was immer wieder Spaziergänger mit kleinen Kindern anlockt. Hier zweigt ein schmaler Weg ab zum Spielplatz im Wäldchen bei Suebenheim, der immer schön im Schatten liegt, auch an den glutheißen Mannheimer Sommertagen.

Aber nun ist Herbst, der Mais hängt überreif an dicken Stengeln, Vögel stieben davon, während ich vorbei gehe, die davon huschenden Mäuschen höre ich nur.
Die Waldrennbahn, an Renntagen mit quirligem Leben erfüllt, liegt ruhig da, in der Vorstellung höre ich Ansagen und "mitgehendes" Publikum. Mein Weg führt mich weiter vorbei an der Seckenheimer Tennisanlage. Ein Kaninchen läuft vor mir auf dem Weg. Ich frage mich, warum die hinten so eine weiße Zielscheibe ins Fell gemalt haben. Am Waldrand steht ein Hochsitz, zum Glück für mich sitzt da jetzt keiner. Obwohl, wie ein Reh sehe ich eher nicht aus. Zwei Reiter kreuzen meinen Weg, ganz in der Nähe ist eine Reitanlage.

Das kleine Birkenwäldchen am Ende des Waldes mag ich besonders gerne. Nun wird der Blick frei auf die Bahngleise. Der Weg geht weiter unter der Autobahn durch. In der Unterführung haben sich Graffiti-Künstler verewigt und es ist ganz schön laut hier, mit dem Gedonnere der Autors über mir. Der Blick wird frei auf die Häuser der Hochstätt, ich halte mich längs der A6 bis zur nächsten Unterführung, überquere nach wenigen hunderten Metern über eine Brücke die Autobahn, die in die Innenstadt führt und laufe am ehemaligen Pumpwerk vorbei, das das Wasser in den Seckenheimer Wasserturm gepumpt hat, als der noch in Betrieb war. Ein Aufschrei ging durch die Bevölkerung, als der Wasserturm abgerissen werden sollte und der Privatinitiative eines Seckenheimer Unternehmers ist die Erhaltung des Industriedenkmals zu verdanken.

Nun habe ich ihn fest im Blick, den "Glatzkopp", auf den ich zumarschiere und damit wieder am Ausgangspunkt meines Liebslingsspazierganges angelangt bin.

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