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  • Der Eingang zu Burg Vogelsang

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Criminale in der N(M)ordeifel

Die Criminale 2010 des Syndikats fand in der Nordeifel statt. Ein Grund mehr für mich, endlich mal in diese Ecke Deutschlands zu reisen.

Die Criminale ist das größte deutschsprachige Krimifestival, den Höhepunkt bildet der Criminal-Tango, bei dem die renommierten Glauser-Preise und der Hansjörg-Martin-Preis für Kinder- und Jugendkrimi vergeben werden. Das "Syndikat" ist die Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur.

Völlig ohne Stau führte mich die Fahrt durch den Rheingau, vorbei an Bingen und ähnlich schönen Orten, bis die Ortnamen dann anfingen, für meine Ohren etwas ungewöhnlich zu klingen. Ahrhütte, Nettersheim, Elserfey, Mechernich und schließlich Euskirchen! Das war die erste Station meiner Reise. Sehr freundliche Beamte der Polizei Euskirchen nahmen ca. 60 Autoren und Autorinnen in Empfang und geleiteten sie ins Schießkino der Polizei Euskirchen. Nach einer Einführung anhand von sog. Kaltwaffen durfte jeder fünf Mal scharfe Munition aus einer P99 abschießen. Das war schon etwas ganz anderes, so ein Ding mal selbst in der Hand zu halten und damit zu zielen, als sich das immer nur am Schreibtisch vorzustellen. Vor allem wiegt das Teil beinahe 1 kg.

Anschließend führte mich mein Weg ins beschauliche Gemünd, um mir im "Haus des Gastes" meine Criminale-Unterlagen abzuholen. Im selben Ort hatte ich mir für die Dauer meines Aufenthaltes eine reizende Ferienwohnung gemietet, liebevoll ausgestattet und mit großem Balkon. Da ahnte ich noch nicht, wie wenig Zeit mir bleiben würde, um auf diesem Balkon auch mal zu sitzen!

Abends gings nach Weilerswist, zur Büroausstattungsfirma Pohlmann. Die Lesung dort trug bezeichnender Weise den Titel "Zwischen den Stühlen". 200 Gäste saßen in einem architektonisch beeindruckenden Gebäude in liebevoller Dekoration und lauschten Stephan Everling, Conny Kuhnert, Gisa Pauly und Jochen Senf. Letzterer kam mir so bekannt vor, ich glaube, der war schon mal im Fernsehen!

Für den nächsten Tag hatte ich mich für die Ranger-Tour eingetragen, ich dachte, fünf Kilometer, das kriege ich noch hin. Treffpunkt war am Nationalparktor in Gemünd, das ist im Kurhaus, das kannte ich ja schon. Mit kleinen Bussen wurden wir Autoren in den Nationalpark gefahren. Unsere Tour war barrierefrei und somit auch für mich geeignet! Unser Führer war sehr symphatisch und äußerst gesprächig, er gab uns viele Infos rund um den Nationalpark.

Den Nachmittag verbrachte ich auf dem Schloss bei Schleiden, nein, nicht im dort untergebrachten Altersheim, obwohl die Musik, die von dort aus an meine Ohren heran getragen wurde, wirklich ansprechend war, nein, dort ist ein sehr schönes Restaurant mit ganz toller Terrasse. Kann ich wirklich empfehlen!

Abends schaffte ich es gerade noch, ein Plätzchen bei der Men-Crime-Night im Schießkino der Polizei Euskirchen zu ergaunern. Andreas Izquierdo stelle acht deutsche Krimiautoren vor, die jeweils acht Minuten lesen durften, bis der Küchenwecker unerbittlich durch ihre Stimme schnitt.

Samstag Vormittag trat ich vom Parkplatz der Burg Vogelsang eine kleine Wanderung zu dem klotzigen Gebäude an, hier war die jährliche Hauptversammlung des Syndikats. Bei bestem Sonnenschein erkundete ich anschließend das Außengelände, tja und dann passierte es: ich setzte mich ganz gemütlich auf den wunderbaren Balkon meiner Ferienwohnung in Gemünd!

Der absolute Höhepunkt meines Aufenthaltes fand im großen Saal des Gemündener Kurhauses statt: der wirklich geniale Tango Criminale, hochprofessionell und dabei sehr herzlich führten Sandra Lüpkes und Ralf Kramp durch ein tolles Programm.

Am Sonntag bummelte ich zum Abschied noch einmal durch das beschauliche Gemünd, besah mir den Nepomuk am Zusammenfluss von Olef und Urft, füllte meine Lungen noch einmal mit der wohltuenden Eifel-Luft und beschloss, wieder zu kommen.

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