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Fotos

  • Roger Moore im Museum Brandhorst
  • Das Museum Brandhorst
  • Die Fassade des Museums Brandhorst
  • Die Außenansicht des Museum Brandhorst

Praktische Informationen

Adresse
Barer Straße 29
80799 München
Deutschland

Koordinaten für´s Navigationssystem:

Breitengrad: 48.149592
Längengrad: 11.572171
Öffnungszeiten

tgl. außer Montags von 10 - 18 h, Donnerstags bis 20 h

Eintrittspreise

regulär 7,00 €; ermäßigt 5,00 €, Audioführer ist im Preis ingebriffen
Sonntag: 1 Euro, Audioführer 4.50 €

Kontakt
Telefon: 
089/23805-104
Fax: 
089/23805-209
Akzeptierte Karten
Visa
Verkehrsmittel
Bahn & Bus: 

Tram: Linie 27: Haltestelle Pinakotheken
U-Bahn: U2: Haltestelle Königsplatz oder Theresienstraße
U3/U6 Haltestelle Odeonsplatz oder Universität
Bus: Linie 154: Haltestelle Türkenstraße
Linie 100: Haltestelle Maxvorstadt

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Museum Brandhorst

 (3 Stimmen)

Bereits der architektonisch äußerst beachtliche Bau ist ein Kunstwerk. Die Aussenfassade ist mit 36.000 Keramikstäben verkleidet.

Auf 3200 qm Ausstellungsfläche wird die hochkarätige Sammlung moderner Kunst des Sammlerehepaares Brandhorst gezeigt.

Gemälde, Skulpturen und Installationen im Museum Brandhorst bieten ästhetische Erfahrungen von ungewöhnlicher Präsenz und Vielfalt. Werkgruppen von Künstlern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie internationalen Vertretern der Gegenwartskunst machen den besonderen Charakter der insgesamt über 700 Kunstwerke umfassenden Sammlung aus. Mit mehr als 60 Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen des amerikanischen Künstlers Cy Twombly (* 1928) bietet sie den größten Überblick zu seiner Entwicklung außerhalb der USA. Der wegweisende Protagonist der Pop Art, Andy Warhol, ist mit über 100 Arbeiten in einem in Europa wohl einzigartigen Werkpanorama vertreten.

Für den 12-teiligen imposanten Lepanto-Zyklus Twomblys wurde im Obergeschoss ein 350 qm großer Raum geschaffen.

Es ist sehr zu empfehlen, den Audioführer zu benutzen. Kompetente Kommentare erklären die Kunstwerke und erschließen sie dem Betrachter.

Das Museum liegt in der Nähe der Pinakotheken auf dem "Kunstareal München", es ist auch ein Kombiticket erhältlich.

Ein Jahr Brandhorst: Alex Katz schenkt Brandhorst-Stiftung bedeutendes Werk – Picasso-Ausstellung im Herbst

Aus dem Kunstareal ist es nicht mehr weg zu denken: Das Museum Brandhorst, am 18. Mai 2009 mit einem Staatsakt eröffnet, zieht nach einem Jahr Bilanz: 345.000 Besucher strömten in das neue Münchner Highlight mit den charakteristischen farbenfrohen Keramikstäben und die Nachfrage reißt immer noch nicht ab.

Nach 2255 Führungen, an denen insgesamt rund 39 300 Menschen teilgenommen haben, bestätigt sich einmal mehr, dass das Haus zu einer festen Institution in München und darüber hinaus geworden ist. »Ich bin begeistert von der großen Resonanz, die das Haus seit seiner Eröffnung erfahren hat«, sagte Klaus Schrenk, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. »lm Museum Brandhorst gehen Architektur und Sammlung einmalig gut zusammen. Das Thema des nachhaltigen Bauens in der Museumslandschaft interessiert die Besucher und die Cy Twombly gewidmeten Räume mit dem »Lepanto«-Zyklus sowie dem »Rosensaal« stellen als Highlights des Hauses auch im internationalen Vergleich eine unschätzbare Besonderheit dar.«

Schenkung von Alex Katz

Für den Höhepunkt des ersten Geburtstages sorgte jedoch eine Schenkung des 83-jährigen amerikanischen Malers Alex Katz an die Udo und Anette Brandhorst Stiftung: »City Landscape, eines seiner bedeutendsten Gemälde, bereichert die Sammlung von Udo und Anette Brandhorst außerordentlich«, sagte Armin Zweite, Direktor der Sammlung Brandhorst und Geschäftsführer der Udo und Anette Brandhorst Stiftung. »Mit der Präsentation dieses großartigen Gemäldes können wir die Bedeutung des Malers Alex Katz noch deutlicher herauszustellen als das bisher der Fall war.«

Der Bestand an Werken des Künstlers in der Sammlung erhöht sich damit auf 16. Durch den Neuzugang wächst der Anteil landschaftlicher Motive auf sechs, darunter so wichtige Darstellungen wie »Dawn«, 1995; »3 P.M. November«, 1996; »Moonlight«, 1997 oder »West Palm Beach«, 1997. Die Besucher können ein weiteres beeindruckendes Großformat im Museum Brandhorst erleben, denn Alex Katz stimmungsvolles Gemälde misst über sechs mal drei Meter. Allein darin manifestiert sich der besondere Stellenwert der Darstellung im Oeuvre des Künstlers, dessen historischer Rang in Deutschland erst in den letzten 10 Jahren vor allem durch zwei große Ausstellungen deutlich gemacht wurde (Bundeskunsthalle Bonn 2002 und Museum Kurhaus Kleve 2009).

Zu City Landscape von Alex Katz

Das Dunkel der Nacht bzw. das Zwielicht der Dämmerung haben den Künstler seit Mitte der 80er Jahre immer wieder beschäftigt. Auch das jetzt hinzu gewonnene Bild gehört in diesen thematischen Zusammenhang. City Landscape überrascht nicht zuletzt durch seinen Titel. Von einer Stadt mit Häusern, Straßen, Plätzen und Verkehr ist nämlich nichts zu sehen. Stattdessen erkennt man in der ganz auf dunkles Blau und Schwarz reduzierten Darstellung unbelaubte Bäume vor einer breiten undefinierbaren dunklen Zone. Alle Vegetation erscheint auf zeichenhafte Elemente wie Linien und Flächen reduziert. Es wird der Eindruck von Unzugänglichkeit und latenter Verunsicherung heraufbeschworen, den mehrere leuchtende Punkte links und rechts eher betonen als abmildern. Um Gestirne handelt es sich dabei nicht, aber auch nicht um Parkleuchten oder urbane Lichter.

Insgesamt hat der Maler die nächtliche Szene zu einem ästhetischen Ereignis ohne Transzendenz und ohne Sentimentalität gemacht. Der Betrachter blickt eben nicht auf Mond und Sterne, die beinahe zwangsläufig so etwas wie eine romantisch anheimelnde Atmosphäre evozieren würden. Das Sujet - durch die lange Tradition der Nachtstücke bis hin zu Caspar David Friedrich, Edvard Munch, J.A. McNeill Whistler konditioniert und durch viele andere wie etwa Luc Tuymans oder Peter Doig bis in die Gegenwart fortgeführt - ist hier gleichsam in eine reine Erscheinung verwandelt, jedoch entromantisiert, sodass der Betrachter sich in die Szenerie nicht mehr einfühlen kann.

Der Maler Alex Katz

Alex Katz wurde 1927 in New York (Brooklyn) geboren. Seine Eltern, Isaac und Sima, wanderten zu Beginn der 20er Jahre aus Russland in die USA ein. Die Mutter war in Odessa als Schauspielerin ausgebildet worden, der Vater wurde zum erfolgreichen Geschäftsmann und interessierte sich sehr für Literatur. Katz besuchte von 1946 bis 1949 das Cooper Union College of Art, Architecture and Engineering und 1949 für ein halbes Jahr die Skowhegan School of Painting in Maine, das heißt traditionelle Ausbildungsstätten, in denen mittelmäßige Künstler im Gefolge der klassischen Moderne unterrichteten. In der zweiten Hälfte der 50er Jahre fand er zu seinem unverwechselbaren Stil und stellte immer häufiger aus. Die Sammlung Brandhorst verfügt aus dieser Phase über zwei herausragende Werke, die zu den wichtigsten des Frühwerks rechnen: »Paul Taylor« (1959), für dessen Dance Company der Maler immer wieder Bühnenbilder entworfen hat, und »The Black Dress« (1960), auf dem seine Frau Ada mehrfach in unterschiedlichen Positionen dargestellt ist.

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