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Schiller-Nationalmuseum
Kontrastierend in der Architektur steht das Schiller-Nationalmuseum neben dem hochmodernen, schnörkellosen Literaturmuseum der Moderne. Die Dauerausstellung im Schiller-Nationalmuseum ist in einem reizenden, lichten Schlösschen untergebracht, das auch innen entsprechend ausgestattet ist.
Im Jahre 1903 wurde es nach den Entwürfen der Stuttgarter Architekten Ludwig Eisenlohr und Carl Weigle als Museums- und Archivort gebaut. Das Museum gibt einen landschaftlich reizvollen Blick frei, auch auf den gegenüberliegenden Hohenasperg, in dem Schillers Dichter-Kollege Schubart zeitweise inhaftiert war.
Gezeigt werden neben Manuskripten und Werken Schillers auch persönliche Gegenstände aus seinem Leben. Auf einem Schautisch liegen unter Glas gleich einige seiner rötlichen Locken, zwei seiner Hosen, Westen, Beinkleinder, eine "Geldkatze", eine handbestickte Brieftasche und sein Hut. Groß war der Dichter für damalige Verhältnisse, über 180 cm. Es erfolgt eine ausführliche Einführung in Schillers Leben, Teile seiner Bibliothek werden hier aufbewahrt.
Über 50 Schiller-Porträts gibt es, Gemälde, Scherenschnitte, Büsten, bis hin zur Totenmaske. Auch sein rotes Stirnband, das seine Kopfschmerzen lindern sollte, ist Teil der Ausstellung.
Den Schiller-Saal schmücken Reliefs mit Szenen aus Schillers Stücken. Im Untergeschoss ist ein Café, in welchem der schöne Blick aufs schwäbische Umland und die besondere Atmosphäre des Hauses genossen werden kann.


