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Literaturmuseum der Moderne
Besonders im Kontrast zu dem Schlösschen, in dem das Schiller-Nationalmuseum untergebracht ist, wirkt das Literaturmusuem der Moderne äußerst modern. Aus hellem, lichten Beton gebaut, von Säulen umgeben, steht es im Ensemble der Literaturdenkmäler auf der Schillerhöhe in Marbach.
Die Säulen segmentieren den Blick der Besucher von innen nach außen, gestatten rechteckige Ausblicke auf das schwäbische Umland.
Im unteren Foyer wird der Besucher vom Landsberger Poesieautomaten von Hans Magnus Enzensberger empfangen. Auf Knopfdruck entsteht auf der Anzeigentafel, wie sie in Bahnhöfen hängt, ein neues Gedicht - immer im Duktus von Enzensberger.
In der Dauerausstellung werden bei 50 Lux Manuskripte und Bücher, Briefe, Dokumente und Erinnerungsstücke gezeigt. Die Exponate liegen auf Glasplatten, so können sie auch von unten betrachtet werden. Das teuerste Stück ist das Manuskript zu Kafkas "Proceß", es kostete beim Erwerb 3 Millionen Mark.
In Wechselausstellungen werden weitere Exponate aus dem Archivbestand gezeigt. Im Filmraum läuft ein zehnminütiger Einführungsfilm über das Archiv.
An der Kasse ist gegen Hinterlegung eines Personalausweises ein multimediales Museumsführungssystem auszuleihen, mit dem man auch bei einem alphabetischen Spiel nach Wörtern fischen kann.
Es ist kühl im Literaturmuseum, die empfindlichen Papiere scheuen nicht nur grelles Licht sondern auch die Wärme, also: am besten eine Jacke mitnehmen!


