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Lipsi-Rad
Das Lipsi-Rad steht auf dem Kanzelpodest am Ende des Friedrichsplatzes, wo die Augustaanlage beginnt. Es handelt sich dabei um eine 1960 von dem polnischen, in Frankreich tätigen Bildhauer Morice Lipsi (1998 – 1986) geschaffene Skulptur aus Vulkangestein mit dem Titel "Das Rad".
Die Skulptur wurde 1964 von der Städtischen Kunsthalle erworben und 1965 in der Nähe der ehemaligen "Carl-Diem-Halle" aufgestellt. Sie entzündete in Mannheim eine heftige Diskussion über moderne, nicht figürliche Kunst. Als Höhepunkt einer gegen diese zeitgenössische Kunst gerichteten Aggression kam es zur Zerstörung der Skulptur.
Nach der Restaurierung durch den Künstler wurde die von den Mannheimern als "Lipsi-Rad" bezeichnete Skulptur 1975 an ihrem jetzigen Standort aufgestellt. Sie steht auf Straßenniveau auf einem gemauerten/gepflasterten Rundsockel.
Als der Friedrichsplatz 1903 zur Benutzung freigegeben wurde, befand sich an dieser Stelle eine Musikterrasse. Doch schon 1907 wurde beschlossen, an dieser Stelle ein Denkmal für den von den Mannheimern verehrten Landesvater Großherzog Friedrich I. von Baden (1826–1907) zu errichten. Folgerichtig wurde der heutige Standort des Lipsi-Rads in den Jahren 1913 - 1914 zum Denkmalsockel, dem "Atlantenbrunnen" (zum Friedrichsplatz hin handelt es sich tatsächlich um einen Brunnen, der mit großen Relieffiguren geschmückt ist), ausgebaut, auf dem dieses Denkmal errichtet werden sollte.
Das Denkmal wurde aufgrund der nach dem Beginn des 1. Weltkrieges ausbleibenden Stein- und Metalllieferungen und dem Tod des Architekten Bruno Schmitz im Jahre 1916 niemals vollendet. Der Platz blieb über Jahrzehnte leer, bis hier 1975 das Lipsi-Rad aufgestellt wurde.


