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Deutsches Salzmuseum
Die reizende Stadt Lüneburg wurde quasi um eine Salz-Saline herum gebaut. Das Salz begründete den Reichtum der Stadt. Benötigt wurde es europaweit neben dem Würzen hauptsächlich zum Konservieren der Speisen. Ungefähr seit 1200 wurde Salz durch Sieden der Sole hergestellt. Buchenholz war der gefragteste Brennstoff zum Erhitzen der riesengroßen Pfannen. Die größte Pfanne ist immer noch zu besichtigen, sie misst 8 mal 20 Meter. Im ehemaligen Waschraum ist ein Mitmachlabor eingerichtet, dort kann mit Hilfe eines Museumsmitarbeiters selbst Salz hergestellt werden.
Ein kleiner Film erzählt die Geschichte der Saline. Der gesamte Bereich der Lüneburger Heide wurde abgeholzt, um Brennmaterial für die Salzherstellung zu haben. Im letzten Jahrhundert wurde dann mit Erdöl erhitzt, doch das wurde in den siebziger Jahren immer teuer, die Salz-Produktion damit unrentabel und schließlich im Jahre 1980 eingestellt.
Kurz hinter dem Eingang steht ein gigantischer Salzbrocken: 6 Tonnen schwer und 200 Millionen Jahre alt.
Das Museum ist neben einem Lebensmittelmarkt im ehemaligen Salzwerk untergebracht. Es veranschaulicht die Herstellung und den Handel mit Salz und gibt einen Einblick in die Lebenswelt der Arbeiter. Die Arbeit war sehr anstrengend, zum Beispiel das Entfernen des "Steins" aus den großen Siedepfannen. Originaldokumente geben Einblick in die Kulturgeschichte des letzten Jahrhunderts, so wurde etwa eine Putzkraft fristlos gekündigt, weil sie zuvor in einem "öffentlichen Haus" gearbeitet hatte und sie ihren Kollegen deshalb nicht zumutbar war.
Parken direkt am Museum, Parkschein an der Kasse vorlegen!
Es werden einstündige Führungen angeboten.


