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Haneburg
Bei der Haneburg handelt es sich um eines der wenigen Herrenhäuser die in Nordwestdeutschland im Renaissancestil errichtet wurden und heute noch erhalten sind.
Gleich vorweg: Die Haneburg entspicht nicht den Vorstellungen, die man sich gemeinhin von einer „Burg“ macht. Es handelt sich eher um ein Herrenhaus, das der der gräflichen Familie "Hane" als Residenz.diente.
Die ursprüngliche Haneburg solle in der Zeit um 1480 von dem damaligen Häuptling von Leer, Hayo Unken erbaut worden sein. Eine andere Quelle berichtet, dass der heutige Südwestflügel der Haneburg im Jahr 1570 von Claes Frese, dem letzten „Drost von Leerort, Leer, Hinte und Uttum“ (dem Vertreter des Landesherrn für dieses Gebiet) als „Freesenhuus“ oder „van-Frese-Huus“ im Stil der niederländischen Spätrenaissance erbaut wurde. Nachdem das Gebäude dann nach Erbauseinandersetzungen im Jahr 1616 in den Besitz des Ehepaares Jost Hane (gräflicher Drost zu Stickhausen) und Adda Frese gelangt war, wurde es renoviert und im Jahr 1621 der heutige Mitteltrakt angebaut. Hiervon zeugt eine Inschrift über dem Torbogen.
Der Nordostflügel ist angeblich im Jahr 1671 hinzugekommen, als der Sohn, Drosten Didrich Arend Hane, die Burg zu einem reinen Wohnschloss umbaute. Wahrscheinlich wurde er aber erst im Jahr 1935 errichtet, als die Stadt Leer das Gebäude als nationalsozialistische Bauernschule nutzte.
Im und kurz nach dem Krieg wurde die Haneburg als Lazarett, danach als Altersheim genutzt, bis der allmähliche Verfall eine Renovierung erforderte, die in den Jahren 1973 bis 1976 vom Landkreis Leer durchgeführt wurde, nachdem er die Haneburg von der Stadt Leer übernommen hatte.
Heute ist die Burg Sitz der Volkshochschule. Die Vortragssäle im Erdgeschoss und das Foyer werden für Kurse und Ausstellungen und Lehrgänge genutzt. Im Innenhof finden im Sommer Konzerte statt. Historische Innenräume gibt es leider keine mehr.


