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  • Innenstadt von Kaufbeuren
  • Historische Stadtmauer Kaufbeuren im Allgäu
  • Generaloberin Kloster Kaufbeuren
  • Historischer Sitzungssaal im Rathaus von Kaufbeuren im Allgäu
  • Rathaus zu Kaufbeuren im Allgäu

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Kaufbeuren im Allgäu und die Heilige Crescentia

 (3 Stimmen)

Steckbrieflich gesucht: Frau Anna Crescentia Höß oder die Heilige Crescentia. Wohnhaft: Kaufbeuren, geboren am 20. Oktober 1682, verstorben am 5. April 1744. Von Beruf: Einserschülerin, Novizin, Klosterschwester, Krankenpflegerin, Pförtnerin, Sozialarbeiterin, Psychotherapeutin, Heilerin, Visionärin, Religionsphilosophin, Politikerin, Selige, Heilige! So eine Karriere macht neugierig, oder?

Ich lasse mich von Kaufbeurens berühmtester Tochter an die Hand nehmen und treffe auf eine traditionsreiche alte Reichsstadt, umschlossen oder eingeschlossen durch Türme und Stadtmauer. Der Fünfknopfturm ist das Wahrzeichen von Kaufbeuren. 5 Turmknöpfe bekrönen die Hauptspitze und die 4 Scharwachttürmchen. Um 1420 erbaut. 87 Stufen und man steht in der heute noch bewohnten Türmerstube. 5387 Nägel um den in Flachrelief ausgeführten Adler, der seine Fänge auf die Wappen der im 1. Weltkrieg verbündeten Mittelmächte Türkei, Bulgarien, Deutsches Reich und Österreich-Ungarn stützt; ein Beitrag zur Kriegsfürsorge, Spenden für die Opfer. 165 Nägel stehen sinnbildlich für die gefallenen Kaufbeurer Söhne. Der Fünfknopfturm unterbricht die Stadtmauer, um 1200 von den Staufern gebaut und 1420 gegen die einfallenden Hussiten durch Türme und Überdachung des Wehrganges verstärkt. Weitere Türme sind der Blasiusturm, der Gerberturm, der Pechturm, Sywollenturm, Beggelesturm, Pulverturm, Zwingerturm und der Hexenturm. Ein dunkles Kapitel der Geschichte: Wie in vielen anderen Städten wurden auch in Kaufbeuren im Jahr 1591 17 Hexen zum Tode verurteilt und verbrannt.
Kehren wir zu einem erfreulicheren Kapitel zurück: Die Blasiuskirche hoch über der Stadt hat ihr spätgotisches Gesicht des 15. und 16. Jahrhunderts bis heute rein erhalten. Berühmt der 1518 aufgestellte Altar des Kaufbeurer Bildschnitzers Jörg Lederer.
Weitere berühmte Kinder der Stadt sind die Schriftstellerin Sophie von La Roche, Ludwig Ganghofer oder Hans Magnus Enzensberger. Ob im Ganghofer Museum, im Haus des Handwerks, im Stadttheater, im Rathaus mit dem ehemaligen großen Sitzungssaal, in dem die 5 Bürgertugenden im Gemälde verewigt sind: Vaterlandsliebe, Gerechtigkeit, Wohltätigkeit, Häuslichkeit und Arbeitsamkeit, oder im Heimatmuseum, Vor - und Frühgeschichte, Stadtgeschichte, Volkskunst, Zunftaltertümer, Gemälde und Plastiken aus der über tausendjährigen Geschichte Kaufbeurens sind zu bewundern.
Leicht zu übersehen, die älteste Skulptur der Stadt: Zwischen zwei Löwen kauert ein Männlein, das einen ohne eigene Basis abgerundeten topfartigen Säulenfuß trägt, aus gelbem Sandstein, wie er im 12. Jahrhundert bei Steingaden gebrochen wurde. Das Männlein stammt von der ehem. romanischen Vorhalle der St.-Martins-Kirche; von 1425 bis 1805 war das Haus mit dem Männlein das Zunfthaus der Weber, der größten Zunft Kaufbeurens.
Wie aus einer alten Zeit vergessen wirkt das Zollhäuschen am Nordende der Schmiedgasse, ein Überbleibsel aus dem ehemaligen Kemnater - Tor, das bis 1921 Wohnung des Pflasterzolleinnehmers war.
Schlendern wir durch die Innenstadt treffen wir auf ein reges Leben mit Geschäften, Cafes und Restaurants, historischen Brunnen wie dem Neptunbrunnen von 1753 oder modernen Kunstwerken wie dem Tänzelfestbrunnen. Das Tänzelfest ist das älteste historische Kinderfest Bayerns, alljährlich im Juli mit 1600 Kindern, mit historischem Lagerleben, Gauklern, Musik und Tanz. Viele Kostbarkeiten bietet die alte Reichsstadt, wenn man Zeit und Interesse mitbringt und Sinn für die grandiose voralpine Allgäuer Bergwelt mit seinen königlichen Juwelen, den Schlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau, magische Anziehungspunkte für Touristen aus aller Welt.
Wo ist der krönende Höhepunkt unseres Rundgangs durch Kaufbeuren? Natürlich der Ort, wo die Heilige Crescentia zu Hause war und zu Hause ist, das Crescentiakloster mitten in der Stadt, wo Tausende jedes Jahr vor ihrem Grabschrein beten und in der Crescentia-Gedenkstätte das außergewöhnliche Leben und Sterben der Heiligen nachvollziehen.

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Angelika Pürzer

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