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Bucerius Kunstforum
Das Bucerius Kunst Forum ist eine Einrichtung der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und wird aus den Erträgen der ZEIT-Stiftung finanziert, die vom Verleger der Wochenzeitschrift "Die Zeit" im Jahre 1971 ins Leben gerufen wurde.
Im Laufe des Jahres werden mehrere Ausstellungen im Bucerius Kunstforum gezeigt.
Ausstellungsvorschau 2012
Ferdinand Hodler und Cuno Amiet. Eine Künstlerfreundschaft zwischen Jugendstil und Moderne 28. Januar bis 1. Mai 2012
Künstlerfreundschaften sind seit je eine spannungsgeladene Mischung aus Nähe und Konkurrenz. Erstmals widmet sich eine Ausstellung dem künstlerischen Austausch zwischen Ferdinand Hodler (1853–1918) und Cuno Amiet (1868–1961). Sie waren es, die den europaweiten Aufbruch des Jugendstils in der Schweiz prägten.
Im Zentrum stehen die Jahre nach 1893, in denen sich die beiden Künstler persönlich oder über die Kenntnis ihrer Werke begegneten. Auch nach Hodlers Tod 1918 ließ Amiet die von Streit und Versöhnung gekennzeichnete Beziehung nicht los, wie seine hier im Kontext gezeigten posthumen Hommagen an Hodler belegen. Hodler war von Amiets starkfarbiger Palette und seiner lockeren Malweise fasziniert. Der jüngere Amiet bewunderte an Hodlers Werken Symmetrie, Ornament und Linearität. Amiets Werk zeigt ein über Hodler hinausweisendes Potential. Die Maler der „Brücke“
erkannten dies und nahmen Amiet in ihre Künstlergemeinschaft auf. Die Ausstellung wurde gemeinsam mit dem Kunstmuseum Solothurn konzipiert, das über die
bedeutendste Sammlung von Gemälden Amiets verfügt. Die wichtigsten Schweizer Museen und zahlreiche private Sammler sind mit Leihgaben vertreten.
New York Photography 1890-1950. Von Stieglitz bis Man Ray 17. Mai bis 2. September 2012
New York ist die Hauptstadt der Photographie. Bereits vor 1900 regten die rasant wachsende Skyline und die Dynamik der Metropole die Pioniere des neuen Mediums an. Sie photographierten Wolkenkratzer, Häfen, Bahnhöfe und entdeckten die Photographie für die Kunst. Alfred Stieglitz, avantgardistischer Photograph und Galerist, stellte sie als erster gemeinsam mit moderner Malerei aus. In seinem
Umfeld entwickelte sich der Piktoralismus von einer impressionistischen Bildauffassung in die beiden Richtungen der amerikanischen Photographie bis 1950: die street photography und die photographische Abstraktion. Die Ausstellung zeigt Werke der Piktorialisten wie Alfred Stieglitz und Edward Steichen. Ihre Photographien prägen unser Bild von New York. Nach 1900 hält Lewis Hine Einwandererschicksale und Kindernot mit soziologisch dokumentarischem Blick fest. Für Man Ray, der als Maler begonnen hat, wird Photographie zum bevorzugten Medium für seine dadaistische Bilderwelt.
Matta. Fiktionen 22. September 2012 bis 6. Januar 2013
Roberto Matta (1911–2002) zählt zu den bedeutendsten Malern des 20. Jahrhunderts. Der Künstler stand in engem Austausch mit surrealistischen Künstlern und Schriftstellern wie Salvador Dalí, André Breton, Max Ernst und Yves Tanguy. Bereits 1937 stellte er in Paris mit den Surrealisten aus. In den vierziger Jahren, als Matta sich im Exil in New York befand, antizipierte er in seinem Werk
wesentliche Entwicklungen des Abstrakten Expressionismus um Jackson Pollock. Die zwischen Figuration und Abstraktion changierende Malerei des gebürtigen Chilenen schafft kosmische Fiktionsräume,
in denen sich immer auch die Zeitgeschichte spiegelt. Seine oftmals überwältigend großformatigen Gemälde nehmen die phantastischen Sphären von Science-Fiction und Computerspielen vorweg. Die großen Retrospektiven in Deutschland liegen bereits viele Jahre zurück – die gemeinsam mit dem Museu Colecção Berardo in Lissabon vorbereitete Ausstellung im Bucerius Kunst Forum wirft einen neuen Blick auf Roberto Mattas Werk und zeigt seine verblüffende Aktualität für die zeitgenössische
Malerei. Die Leihgaben stammen aus der Familie des Künstlers und bedeutenden Museen und Sammlungen.
Pressetext von Evelyn Edtmaier


