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Seenotkreuzer "Georg Breusing"
Der 1988 außer Dienst gestellte Seenotkreuzer "Georg Breusing" hat seine dauerhafte Anlegstelle auf der Ostseite des Ratsdelft gefunden und dient nun als Museumsschiff.
Er war in den Jahren von 1963 bis Juli 1988 bei der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) auf der Insel Borkum stationiert und wurde dort in einem Gebiet eingesetzt, das zahlreiche Riffs und durch gefährliche Untiefen geprägt ist und daher das von den Seeleuten aller Nationen respektvoll behandelt wird. In dieser Zeit rettete die Besatzung des Schiffs insgesamt 1.672 Menschen aus Seenot oder befreiten sie aus kritischen Gefahrensituationen. Es wurde durch den modernen und leistungsfähigern Rettungskreuzer „Alfried Krupp“ abgelöst, der heute noch im Einsatz ist.
Auf der "Georg Breusing" erhält man einen guten Einblick in die Technik des Schiffes und die Arbeit der der Besatzung. So kann man z.B. die Mannschaftsräume und den Maschinenraum besichtigen. Zudem gibt es viele Informationen zur Arbeit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, die anhand von Originalexponaten aus der Geschichte dokumentiert wird. So kann man z.B. ein Leinenschießgerät sehen, mit dem die Verbindung zwischen zwei Schiffen hergestellt wurde, um dann Personen mit einer Rettungshose von Bord zu holen.
Der Rettungskreuzer wurde auf der Werft Abeking & Rasmussen in Lemwerder gebaut und am 29. Mai 1963 - zum 98. Geburtstag der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger - auf den Namen "Georg Breusing" getauft. Dieser Name wurde zu Ehren des Emder Oberzollinspektors Georg Breusing (1820-1882) gewählt, der im Jahre 1861 den ersten ostfriesischen Rettungsverein zur Rettung Schiffbrüchiger gegründet hatte, der 1865 in der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger aufging.
Der Seenotrettungskreuzer hat eine Länge von 26,60 m und ist 5,60 m breit. Sein Tiefgang beträgt 1,80 m. Mit seinen drei Maschinen mit insgesamt 2400 PS erreicht es bei einer Reichweite von 890 Seemeilen eine Geschwindigkeit von bis zu 19 Knoten. Als Besatzung waren 8 Mann an Bord, wobei sich pro Wache jeweils 4 Mann ablösten.
Das Schiff ist bis heute voll funktionsfähig, verlässt seinen Liegeplatz aber nur zu besonderen Anlässen.
Das Tochterboot, das die "Georg Breusing" Huckepack trägt, wurde nach der Figur aus dem Emder Stattwappen (das z.B. am Hafentor sehr schön zu sehen ist) „Engelke op de Muer“ genannt. Es hat eine Länge von 8,50 m und ist 2,45 m breit. Es hat einen Tiefgang von 0,75 m und erreicht eine Geschwindigkeit von 10 Knoten.


