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Bunkermuseum Emden
Das Bunkermuseum in Emden informiert über die Funktionsweise eines Hochbunkers im zweiten Weltkrieg und dokumentiert anhand vieler Ausstellungsstücke wie das Leben im Bunker ablief. Zu sehen sind die Gasschleuse im Eingangsbereich, der Raum des Bunkerwarts, ein „normales“ Bunkerzimmer, die Bunkerküche sowie das Arzt- und Krankenzimmer.
Darüber hinaus stellt das Bunkermuseum in seiner Ausstellung, die 26 Räume auf alle sechs Etagen umfasst, auch den geschichtlichen Kontext dar. Die Ausstellung beginnt mit dem Ende der Weimarer Republik und reicht bis zum politischen Neubeginn und Wiederaufbau Emdens. Ausführlich werden Themen wie die Eisenbahn im Krieg, Luftschutzmaßnahmen, den Bunkerbau in Emden, das Leben im dritten Reich, die Zerstörung Emdens und die Kapitulation berichtet. Aber auch Themen wie Verfolgung, Terror, Emigration, Deportation, Zwangsarbeit, Fremdarbeiter, Widerstand, Vertreibung werden behandelt.
In der Ausstellung werden Gebrauchsgegenstände aus der Zeit von 1930 bis in die Nachkriegszeit gezeigt, die dem Museum von Emder Bürgern zur Verfügung gestellt wurden und die z.T. einen unschätzbarem persönlichen Wert haben, wie z.B. Briefe und Fotos, aus Trümmern geborgene Gegenstände oder auch das aus Fallschirmseide gefertigte Hochzeitskleid.
Der Bunker in Holzsägerstraße, in dem das Bunkermuseum untergebracht ist, ist einer von heute noch 31 existierenden Luftschutzbunkern in Emden. Er wurde am 14.4.1942 fertig gestellt und hat eine Länge von 14 m, ist 13,7 m breit, 18 m hoch und bot Schutz für mehr als 350 Menschen. Die Außenwandwände sind 1,10 m dick und die Decken haben eine Stärke von 1,40 m.


