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Taschenbergpalais
In unmittelbarer Nähe zu den barocken Sehenswürdigkeiten der Dresdner Altstadt befindet sich das "Taschenbergpalais", das so heißt, weil es auf dem sog. "Taschenberg" steht.
Das ursprüngliche Palais, das ab 1705 nach den Plänen von Johann Friedrich Karcher und Matthäus Daniel Pöppelmann erbaut wurde, war ein fürstliches Geschenk August des Starken an seine Mätresse, die Gräfin von Cosel. Daher war es auch durch einen Gang mit dem Schloss verbunden. Es war aufwendig ausgestattet und dient auch als Schauplatz prächtiger Bälle und Soupers.
Neben dem Taschenbergpalais, das der Gräfin als Stadtschloss diente, hatte ihr August der Starke ihr auch noch das Schloss Pillnitz an der Elbe (ca. 15 km außerhalb von Dresden) geschenkt.
Nachdem Gräfin von Cosel bei August in Ungnade gefallen war, wurde sie für den Rest ihres Lebens auf die Burg Stolpen verbannt, immerhin schien sich August der Starke um die gemeinsamen Kinder gekümmert zu haben.
Im im zweiten Weltkrieg wurde das Taschenbergpalais bei einem Luftangriff im Jahr 1945 vollständig zerstört. Lediglich die Fassade blieb stehen. Mehr als 45 Jahre lang.
Erst wenige Jahre vor der Jahrtausendwende wurde das Gebäude neu errichtet. Die stattliche Fassade sieht so aus wie das schöne barocke Original zu Frau von Cosels Zeiten, aber dahinter befindet sich ein modernes Kempinski-Hotel. Drei Restaurants sind in dem Gebäude. Der Innenhof dient im Sommer als stimmungsvoller Ort für exquisite Abendessen. Im Winter wird dort eine Eisbahn aufgebaut.


